Es war ein Freitag wie jeder andere nur mit dem Unterschied dass an diesem Tag unser Mitbewohner Felixo seinen eigentlich gar nicht mehr feiernswerten
27. Geburtstag hatte. Zu diesem Anlaß lud der „junge Herr“ natürlich die gesamte Erasmusbelegschaft zu uns nach Hause ein, und das schon ab acht! Um acht kam natürlich keiner, ist auch viel zu früh für spanische Verhältnisse. Felix und seine Freundin Claudia hatten also noch ein bisschen Zeit eine leckere Wodkamelone vorzubereiten.
Als dann endlich die ersten Gäste, beladen mit Bier, Wein und Schokosalami (eine italienische schoko-keksige Süssspeise) ankamen konnte das Fest beginnen. Eliah und Matteo Glasses (er hat Brillen und wir müssen unsere Matteos irgendwie auseinanderhalten) begannen auch gleich mit der Pastazubereitung, während Matteo George (sieht aus wie George Michael) schon eifrig mit Weintrinken begann.
Bald kamen auch schon die nächsten Gäste, die natürlich auch einige alkoholische Leckerein im Gepäck hatten und schon war die Party am Laufen. Es wurde geredet, getrunken, gelacht, getrunken, geraucht, getrunken, gegessen, getrunken… Es war wirklich ein lustiges Fest. Später gabs dann auch 2 Geburtstagskuchen für Felix (einen hatte er ja schon gesehen, als er plötzlich im Mercadona hinter uns stand… tztztz) als Mitternachts- oder auch Nachmitternachtssnack!
Laut wars ziemlich, also haben sich dann so nach Mitternacht schon die Befürchtungen breit gemacht, dass bald die Polizei vor der Türe stehen könnte (soll alles schon passiert sein hier, laut unseren Vormietern), was allerdings dann gottseidank oder auch leider (je nach dem) nicht passierte. Trotzdem klingelte es um ca. drei, kurz nachdem die letzen Gäste (eine Gruppe von fremden Italienern) endlich eintrafen an der Tür und ein Nachbar versetzte seinem Unmut über den Geräuschpegel Ausdruck und sprengte somit die Party.
„Aber sooooo schnell ist noch nicht Partyende“ dachten wir uns, und machten uns auf, einen ca. 1-stündigen Marsch ins Tunnel (Rock-Alternativ-Metal-Windn) anzutreten. Dort noch schnell ein Trinkspiel und Drehfussball und dann Tanzen. Ziemlich bediehnt waren wir, zumindest die meisten, und grad darum war alles noch lustiger als es so schon gewesen wäre.
Um ca. 6:30 machten wir uns dann auf den Heimweg (diesmal mit dem Taxi) und fielen erschöpft ins Bett. Der nächste Morgen brachte dann das böse Erwachen, denn die Heinzelmännchen waren in dieser Nacht so gar nicht fleissig und das Wohnzimmer glich daher noch immer einem Schlachtfeld. Der weisse Boden war schwarz und unzählige Bierdosen standen rum. Alkoholgeruch lag in der Luft. Aber die Party war auf jeden Fall das Putzen wert!!!!! Fotos (wenn auch nur wenige) folgen bald im Studivz.
Also, und damit ihr einen Eindruck kriegt, jetzt noch die Zutaten für eine gelungene Party:
eine Prise Pasta und Kuchen
eine geräumige Wohnung mit Balkon
3 besonders nette Gastgeber (*smile*)
ca. 30 Partygäste
ca. 30 Liter Bier
3 Flaschen Weisswein
6 Flaschen Rotwein
1/2 Flasche Whiskey
2 Flaschen Wodka
1 Flasche Tequilla
6 Shandis (=Radler)
Was man natürlich noch nach Belieben hinzufügen kann, es aber diesmal nicht gab, sind kotzende Leute und sexuelle Übergriffe und Knutschereien!!
(… für Mengenangaben bezüglich Alkohol übernimmt der Blogschreiber keine Gewähr; die Angaben wurden allerdings durch sorgfältige Bestandsaufnahme am Tag danach ermittelt…)